Siegerentwurf setzt ein markantes Zeichen für die Weiterentwicklung eines großen Klassikers

Fröhnd soll ein neues Bürgerhaus mit Mehrzweckhalle und eine Marktscheune erhalten. Der Siegerentwurf des Vorarlberger Büros Lutz/Ludescher wurde am Sonntag in Fröhnd der Öffentlichkeit vorgestellt

Siegerentwurf

„Für die Gemeinde Fröhnd mit ihren vielen Teilortsteilen ist ein Bürgerhaus als Ort des öffentlichen und Vereinslebens von zentraler Bedeutung,“ so Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner. „Ich freue mich riesig, dass wir uns im Wettbewerb auf den prägnantesten und ausdrucksstärksten Entwurf für unsere Ortsmitte einigen konnten, der gleichzeitig die Variante unter allen Beiträgen ist, die wohl am kostengünstigsten umsetzbar sein wird. Das ist ein gutes Zeichen für unseren nach vorne gewandten Ort.“
Die Jury unter Vorsitz von Dr. Fred Gresens tagte von morgens 9.00 Uhr bis abends, 18.30 über den 10 eingereichten Arbeiten und machte sich die Entscheidung dabei nicht einfach: die Arbeiten waren allesamt von hoher Qualität und wiesen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, mit der sehr komplexen Bauaufgabe auf dem begrenzten Grundstück umzugehen. Erst in der letzten Stunde wollte sich die Jury, die im Weiteren aus den Fachpreisrichtern Stefan Fromm und Gerhard Zickenheiner, den Sachpreisrichtern Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner und dem ersten Landesbeamten Ulrich Hoehler sowie 4 stellvertretenden Sach- und Fachpreisrichtern und Vertretern des Gemeinderates, der Feuerwehr, Trachtenkapelle und Landfrauen bestanden, auf eine Entscheidung einigen. Umso erfreulicher war, dass es am Ende zu einer einstimmigen Entscheidung kam.

Der Siegerentwurf stammt vom Vorarlberger Architekturbüro Ludescher/Lutz, Bregenz. Zwei große Holzbauten, die durch ihr kräftiges, aber unaufgeregtes Erscheinungsbild sehr an die Qualität der großen, alten Schwarzwälder Eindachhöfe erinnern, sollen zukünftig weithin sichtbar die Fröhnder Mitte anzeigen. „Die selbstbewusste Gestaltung der 2-geschossigen Baukörper mit einem hoch aufragenden und tiefgezogenen Walmdach, sorgt für eine unverwechselbare Bauform, welche im Innenraum der Mehrzweckhalle und der Marktscheune zu einem beindruckenden Dachraum führt, der eine ganz spezielle räumlich Qualität entfaltet.“, so aus dem Protokoll der Preisgerichtssitzung. Auf den Rängen zwei und drei konnten sich das Todtnauer Büro Thoma.Ley.Buchler Architekten und K9 Architekten aus Freiburg platzieren. Vorbereitet wurde der Wettbewerb in der Gemeinde über fast 3 Jahre in Zusammenarbeit mit der Gestaltungsberatung des Naturpark Südschwarzwald, die Ausschreibung und Vorprüfung der Arbeiten übernahm das Freiburger Büro Rosenstiel. An den Wettbewerbskosten beteiligte sich der Landkreis Lörrach.

Gerhard Zickenheiner, Koordinator der Gestaltungsberatung und selbst Architekt stellte die prämierten Arbeiten in der Gemeindehalle vor. Die Sieger bezeichnete er als Insider: „In Vorarlberg finden sich wie auch in der Schweiz Bautypologien, die mit dem klassischen Schwarzwaldhaus eng verwandt sind: der Bautyp ist ein frühes europäisches best practice-Modell, das im 17. bis 19. Jahrhundert in Höhenlagen entwickelt und im Schwarzwald zur prägenden Bauform wurde. Fröhnd setzt mit einer minimalistischen Reinform eine sehr starke Interpretation des Archetypen Schwarzwaldhaus in Sichtweite der B 317 in die Welt. Die wird von der Fachwelt, den Bürgern und den Besuchern unseres Raumes wahrgenommen werden wird als Zeichen eines modernen Schwarzwald, der sich seiner Wurzeln mit Stolz bewusst ist.“ Für Bürgermeisterin Steinebrunner „ist ein großes Etappenziel mit Bestnote absolviert“.

Siegerentwurf -Sicht Fahrradweg-
Siegerentwurf -Sicht Ortsstraße-

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