5. Fröhnder Pflanzenbörse

Unter den Augen interessierter Betrachter und Naturfreunde wurden mit viel Fingerspitzengefühl am Aktionsnachmittag in Fröhnd drei Bienenhotels gebaut; viele Hände halfen mit zum guten Gelingen.

"Stechen Wildbienen auch?" Diese und andere Fragen fanden im Workshop "Schutz und Hilfen für Wildbienen" kürzlich in Fröhnd eine fachkundige Antwort.

"Die bei uns vorkommenden Wildbienen sind absolut friedfertig, niemand braucht Angst haben gestochen zu werden", sagte dazu Rainer Sacker aus Hügelheim, anerkannter Experte zum Thema Wildbienen. Er hat schon über hundert Bienenhotels gebaut und auch Projekte an Schulen mit seinem Wissen dazu begleitet."Die Wildbienen beteiligen sich auch nicht an der Marmelade oder am Kuchen auf dem Tisch; auch um die Kinder braucht man sich keine Sorgen zu machen. Am Umgang mit Wildbienen an Nisthilfen wurde noch niemand gestochen, deshalb eignen sich Bienenhotels auch gut zum Aufstellen auf Balkonen, Terrassen oder im Garten", so der Wildbienenexperte weiter. "Was ist noch zu beachten?", wurde am Workshop von interessierten Besuchern gefragt: Ein regengeschützter Standort sollte dafür gesucht werden und der Einflug ins Wildbienenheim sollte am besten Süd, Südost oder Südwest sein. Zum Bau des Wildbienenhotels darf nur unbehandeltes Holz verwendet werden; für den Inhalt eignen sich Tannenzapfen, Schachtelhalme, gelochte Ziegelsteine, leere Schneckenhäuser und vieles mehr mit natürlichen Hohlräumen oder Holzstücke mit Bohrlöchern. Wichtig ist, dass die Wildbienen viele kleine Röhren vorfinden um ihre Eier dort abzulegen. Im Winter bleibt die Nisthilfe draußen hängen. Um am Bau eines Insektenhotels Freude und Erfolg zu haben empfiehlt es sich vorher einen kleinen Plan zu machen über die Größe des „kleinen Bauwerks“ und dessen Inhalt. Kinder können so an die Natur herangeführt werden, wenn Papa oder Opa beim Bau eines Bienenhotels helfen. Großes Interesse an Besuchern fand der Workshop “Wildbienen“ am Aktionstag vergangenen Samstag in und um die Fröhnder Gemeindehalle; eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gemeinde Fröhnd mit der Biosphärenverwaltung in Schönau.  Drei Insektenhotels wurden dabei unter den Augen der vielen Betrachter und unter der Regie des Wildbienenexperten Sacker gefüllt und gebaut.Norbert Marterer (Werkhof), Bernhard Keller (Hobbyholzwerker), Christoph Huber (Biosphärenverwaltung) und Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner trugen mit handwerklichem Fingerspitzengefühl und gutem Rat zum Erfolg bei. Ein Dach wurde den Bienenheimen noch nicht aufgesetzt, dies soll erst beim Aufstellen in der freien Natur erfolgen. Auf der Welt gibt es rund 30000 Wildbienenarten, davon in Deutschland rund  570 Arten, dazu zählen auch die Hummeln. Die Wildbienen tragen den größten Anteil am Bestäuben der Blüten; ihre Wichtigkeit ist dabei größer als die der Honigbienen. Der Anteil der Wildbienen ist in vergangenen Jahren durch verschiedene Umstände (z.B. zu intensive Landwirtschaft, Pflanzenschutzmittel, Versiegelung der Landschaft) um mehr als 50 Prozent zurückgegangen, deshalb ist eine Hilfestellung zur Arterhaltung dieser Insekten mit der Aufstellung von Nisthilfen sehr wichtig, so dass Resümee aus der Fröhnder Veranstaltung.
Die Pflanzenbörse, organisiert von den Gartenfreunden, rund um die Halle sowie die Kinderkleiderbörse im Saal fanden weiteres gutes Besucherinteresse. Bestaunt wurde auch die Kunst des Korbflechtens, ein altes Handwerk, welches nur noch wenige beherrschen.

Christa Berger und Ingeborg Senn (rechts) zeigten den Besuchern die Kunst des Korbflechtens

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