Neues aus dem Gemeinderat

Unser Wald

Zentrales Thema in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2023 war die Vorstellung und Beschlussfassung der forstwirtschaftlichen Betriebsplanung 2024. Präsentiert wurde der Beitrag von Dr. Christian Suchomel, dem neuen Leiter des Forstbezirks Todtnau, in würdiger Vertretung unseres kurzfristig erkrankten Revierleiters Rolf Berger.

Neben den Zahlen zum Abschluss 2022 und dem vorläufigen Abschluss 2023 gab es noch eine Vielzahl weiterer Informationen. Geliefert wurden Statistiken zur Schadholzentwicklung seit 2014 und der Baummortalität im Schwarzwald seit 1880. Hier zeigt sich, dass in jüngster Zeit etwa 40% des zusätzlich aufkommenden Holzbestands durch Sturm, Schädlinge und Trockenheit wieder verloren geht. In den 1980er Jahren lag dieser Wert noch bei etwa 10%, obwohl bereits damals der Begriff „Waldsterben“ in aller Munde war. Des Weiteren fand in Fröhnd vor kurzem Baden-Württemberg weit das erste PEFC-Audit zum Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement statt. Dies deshalb, da Fröhnd mit eine der ersten Gemeinden im Land war, welches noch im Dezember 2022 diesen Antrag gestellt hatte. Hierbei kam heraus, dass die Gemeinde bereits 11 der 12 geforderten Kriterien vollständig erfüllt. Nur die Ausweisung der 3.100 Habitatbäume befindet sich derzeit noch in der Umsetzung. Laut Betriebsplanung könnte das Ergebnis 2024 bei einer konservativen Kalkulation ca. 54.000,- € betragen. Mit der weitsichtigen Entscheidung, das Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement in Anspruch zu nehmen, erhält die Gemeinde 10 Jahre lang jeweils 60.300,- € ausbezahlt. Das bedeutet, ohne diese Förderung müsste für 2024 im Forst mit einem Verlust von ca. 7.000,- € gerechnet werden. Dies ist vor allem den derzeit schlechten Holzpreisen geschuldet, welche in erster Linie mit der schwachen Baukonjunktur zusammenhängen. So würde sich bei einem geplanten Hiebsatz von 4.624 Festmetern Holz und bei durchschnittlich 10,- € höheren Einnahmen je Festmeter das Ergebnis bereits um ca. 50.000,- € verbessern. Rückfragen der Gemeinderäte Keller, Marterer und Stiegeler konnte Herr Suchomel allesamt vollumfänglich beantworten. Die Zustimmung zum Betriebsplan 2024 erfolgte einstimmig.
 

Habitatbaum

Gönner der Klopfsäge

Im Jahr 2023 standen aufwändige Sanierungsmaßnahmen an, um auch weiterhin praktische Vorführungen unserer geliebten Klopfsäge durchführen zu können. Neben dem morschen Endstück des Wellenbaums beim Wasserrad betraf dies vor allem der oberschlächtige Wasserzulauf zum Wasserrad selbst. Hier musste bereits in der Vergangenheit mittels Bretter eine durchgebrochene Holzrinne provisorisch ersetzt werden und auch die beiden verbliebenen drohten ebenfalls einzustürzen. Durch den persönlichen Kontakt eines der Mitglieder des Freundeskreises der Klopfsäge mit der Holzbau Bruno Kaiser GmbH in Bernau wurde der Plan gefasst, neue Rinnen mittels moderner Holzbearbeitungsmaschinen in Bernau fertigen zu lassen. Hierzu wurden 3 stattliche Weisstannen im Fröhnder Wald geschlagen und von Andreas Kälble, ebenfalls Mitglied im Freundeskreis, nach Bernau transportiert. Mitarbeiter von Bruno Kaiser haben dann nach unseren Vorgaben die Stämme maschinell ausgefräst und wieder zur Klopfsäge zurück geliefert. Nach Herstellung der passenden Übergänge war es dann endlich so weit. In einer konzentrierten Aktion und mit Unterstützung unsers Mitbürger Andreas Burgert und dem Autokran von seiner Firma konnten die neuen Rinnen auf die vorhandenen Steinpyramiden aufgesetzt werden. Die entstandenen Aufwendungen für die Fertigung und den Transport der drei Rinnen wurden uns nun durch zwei Einzelspenden zu je 1.000,- € zur Förderung der Heimatpflege unseres Kulturdenkmals Klopfsäge übernommen. Hierfür bedanken sich der Bürgermeister und die Gemeinderäte ganz herzlich bei den Spendern, der Firma Holzbau Bruno Kaiser und dessen Mit-Geschäftsführen Andreas Wiesler aus Wieden.

Montage neuer Rinnen

Vollerschlossenes Baugrundstück in Künaberg

Die Gemeinde verkauft das voll erschlossene Flurstück 1798 mit 795 qm gemäß Gemeinderatsbeschluss für 175,- €/qm. Ausschlaggebend für die Vergabe sind die Bauplatzvergaberichtlinien – Stand 13.04.2022. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. Januar 2024. Für Rückfragen und Gebote steht der Bürgermeister gerne zur Verfügung.

Grundstück
Lageplan Flurstück 1798

Durchblick beim Abwassersystem

Für jede Kommune besteht die Verpflichtung, ihr Abwassersystem in regelmäßigen Abständen auf Schäden und Undichtigkeiten hin überprüfen zu lassen. Dieser sogenannten Eigenkontrollverordnung (EKVO) ist die Gemeinde zwischenzeitlich nachgekommen. Aufgrund einer vorangegangenen Bestandsanalyse kam heraus, dass hiervon ziemlich genau 50 % betroffen sind. Zwischenzeitlich liegen die Untersuchungsergebnisse dieser Kamerabefahrung vor. Aus der daraus resultierenden Kostenschätzung für notwendige Sanierungsmaßnahmen wurde bereits ein Förderantrag gestellt. Die Gesamtkosten der Bestandsermittlung, der Ausschreibung, Überwachung und Beurteilung der Befahrung, sowie der Befahrung selbst betrugen 29.067,03 € inkl. MWSt. Damit blieben die Kosten erfreulicherweise 10.038,16 € und somit 26 % unter den Angebots- bzw. Auftragssummen der Firmen Fritz Planung und Gebr. Förster. Das restliche Abwassersystem muss erst im Jahre 2030 überprüft und dann gegebenenfalls saniert werden.

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